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Für die 1. Herren des TSV begann am 8. April die Rückrunde in der 1. Kreisklasse, in der offiziell der Durchschmarsch in die Leistungklasse als Saisonziel ausgegeben wurde. Mit 9 von 12 möglichen Punkten steht man nach vier Spieltagen zwar besser da als der direkte Konkurrent Weddel, aber wer die Spiele der Leinder verfolgt hat weiß, dass noch viel Arbeit vor der Mannschaft liegt, wenn kommende Saison in der Leistungsklasse gespielt werden soll.
Das erste Spiel der Rückrunde in Hordorf konnte der TSV zumindest auf dem Papier noch klar für sich entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt konnte man das graupelige Gekicke noch mit dem schlechten Rasen und der fehlenden Spielpraxis entschuldigen. Dank der Tore in der zweiten Halbzeit ging es mit einem 5:0-Sieg nach Hause. Am Sonntag davor hatte Weddel bereits gegen Fuhsetal II zwei wichtige Punkte im Aufstiegskampf liegen lassen, wahrscheinlich weil bei den Fuhsetalern einige Erstmannschaftsspieler ausgeholfen haben. Ein guter Start für Leinde also.
Nur drei Tage später ging es nach Vahlberg gegen die SG Schliestedt/Vahlberg und Weddel konnte vormittags erneut nicht gewinnen - nur 4:4 gegen Hordorf. Mit einem 1:0-Sieg gegen die Schliestedter Spielgemeinschaft, die mit 5 Siegen und 29 Toren nun nicht gerade als Übermannschaft galt, konnte Leinde den Vorsprung auf ein sehr komfortables Maß ausbauen. Wer das Spiel aber vor Ort verfolgt hat, rieb sich die Augen aufgrund der Hilflosigkeit, mit der der TSV versuchte, das erlösende Tor zu erzielen. Es grenzte schon fast an ein Wunder, als Christian Volkmer das 1:0 in der 93. Minute per Kopf erzielte.
Dass Glück sich nicht endlos strapazieren lässt, musste Leinde schon im darauf folgenden Spiel gegen den im Vorfeld als "Angstgegner" titulierten Gast SG Ohrum/Bornum/Dorstadt schmerzvoll erfahren. Bereits im Hinspiel hatte man gegen diese eigentlich nicht sehr gefährliche Mannschaft durch ein Unentschieden wichtige Punkte verloren. Im Rückspiel sollte es noch schlimmer kommen. Eine 1:2-Niederlage auf heimischen Acker stellte den Höhepunkt Leinder Untauglichkeit dar. Beste To-Chancen wurden verschenkt wie schon in den Spielen zuvor, schlampiges Defensivverhalten ermöglichten Gegentore, von denen der Gegner zuvor gar nicht wußte, dass er überhaupt in der Lage ist, sie zu schießen.
Und so machte sich Ratlosigkeit breit, warum die Tore für Leinde denn nicht mehr fallen wie noch aus der Hinrunde gewohnt. Die Meinung der Öffentlichkeit ist eindeutig wie selten: Zu viele Einzelaktionen, zu wenig Spiel untereinander. Hinzu kommt noch der Leinder Rasen, dessen Zustand nach dem harten Winter noch schlechter ist als der der Leinder Mannschaft und mit Sicherheit zu den schlechtesten des Kreises gehört. Unverständlich, warum hier nicht mehr gemacht werden kann, zumal das Grün schon als Gesundheitsrisiko betrachtet werden muss.
Im Spiel am gestrigen Donnerstag gegen Gielde II konnte man zumindest am ersten Punkt arbeiten. Auch wenn es zunächst danach aussah, dass das Team erneut die mittlerweile schwer zu ertragende Nach-Winter-Spielweise aufzunehmen schien, kam zumindest in der zweiten Halbzeit etwas mehr Schwung, ja sogar verloren geglaubter Spielwitz zurück. Ein verdienter 5:1-Sieg am Ende verzeichnete das bisher beste Rückrundenspiel des TSV, auch wenn noch längst nicht alles Gold ist was glänzt. Vor allem aber die mangelnde Chancenverwertung hat Gielde vor einer höheren Niederlage bewahrt. Torschützen: 1x Viktor, 1x Chrissi Armgart, 2x Eugen und 1x der ungemein engagiert auftretende Marvin Ledermann.
Am kommenden Donerstag ist BV Germania 2 zu Gast beim Spitzenspiel in der Arena zur Gänseweide. Auf dem Papier ist nix zu holen gegen den Tabellenführer: 17 Spiele, 17 Siege, 96:10 Tore. Dennoch wäre es nicht der erste übermächtige Gegner, den der TSV auf eigenem Boden mit einer Niederlage nach Hause schicken würde - siehe Wolters Flutlichtpokal. Mit der richtigen Einstellung ist es möglich, auch in diesem Spiel wichtige Punkte für den Aufstieg zu holen. Aufgrund der bisher durchwachsenen Rückrunde muss man Leinde jedoch als krassen Außenseiter betrachten.
Auch wenn die letzten Spiele nicht gerade zum Zuschauen eingeladen haben, ist es wichtig, dass viele Fans den TSV am Sonntag unterstützen. Bis dann! |